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Newsletter 1/2020

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Liebe AthletInnen, TrainerInnen, Funktionäre, liebe Leichtathletikfreunde
 
Wir sehen eine vage Morgenröte. Auch wenn im Sport betreffend Lockerungen noch nicht viel klar ist, hat sich der Vorstand detaillierte Gedanken gemacht, wie wir möglichst schnell wieder in einen Wettkampfbetrieb finden können.

Herzlichen Dank an alle Clubvertreter, die eine Durchführung der DV-Abstimmungen per Mail ermöglicht haben, ebenso für das positive Feedback und euer Vertrauen in unsere Verbandsführung!

Ich hoffe sehr, dass wir auch für die spontane Neueinrichtung von Wettkämpfen auf die Flexibilität der Vereine zählen können. Unser Nachwuchs braucht in kurzer Zeit möglichst viele Startgelegenheiten! Simon Märki wird versuchen, mit euch zusammen einen möglichst guten Ablauf zusammenzustellen.

Hoffentlich bis bald
Euer Präsi
 
Inhaltsverzeichnis
 
  • Aktuelles aus dem Verband
    • Endlich wieder Sport! - Vereinstrainings ab dem 11. Mai wieder möglich
    • Wettkampfsaison 2020 - Wie weiter?
    • zürich athletics in den sozialen Medien
    • DV zürich athletics 2020 - Ein hoffentlich einmaliges Ereignis
    • Wir suchen dich! Wir brauchen Unterstützung im Verband
    • Gesucht - Freunde der Leichtathletik! Unterstütze die Zürcher Leichtathletik
  • Das Interview
    • Im Fokus - Martina Tresch
  • Schwerpunktthema
    • Sportstipendien für die Colleges in den USA
  • Resultate
    • Mehrkampf Hallen SM, 1./2. Februar 2020, Magglingen
    • Hallen SM Aktive, 15./16. Februar 2020, St. Gallen
    • Nachwuchs Hallen SM, 22./23. Februar 2020, Magglingen

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Aktuelles aus dem Verband

Endlich wieder Sport!

Was für ein Frühling. Seit 7 Wochen steht die Schweizer Sportwelt still. Sportanlagen wurden geschlossen. Die Bevölkerung wurde dazu angehalten zu Hause zu bleiben und sich vor der Ansteckung des COVID-19 zu schützen.

Umso grösser die Erleichterung als am 29. April die Bundesrätin Viola Amherd die für uns Sportler magischen Worte "Vereinssport ist wieder möglich" aussprach.

Jedoch unter Auflagen - Ein Schutzkonzept muss her und die Vereine müssen sich weiterhin an strenge Massnahmen halten, die nur mit grossem Aufwand verbunden sind.
Aber dennoch, die grosse Freude endlich wieder seine Trainingskollegen sehen zu können überwiegen.

Auch der Vorstand von zürich athletics hofft, dass ab dem kommenden Montag wieder viele Leichtathlet/innen auf den Trainingsanlagen vorzufinden sind.

Um den Vereinen das Trainingsangebot wieder zu ermöglichen sind auf der Webseite von zürich athletics zahlreiche Informationen rund um das Schutzkonzept zu finden.
Coronavirus: Wichtige Informationen

Wettkampfsaison 2020: Verschoben ist nicht aufgehoben?

Die Bundesrätin hat letzte Woche ausserdem verlauten lassen, dass Anlässe über 1000 Personen bis mind Ende August nicht stattfinden dürfen.

Was dies aber für kleinere Anlässe, wie zb. der Grossteil unserer Meetings bedeutet, wurde nicht angesprochen und auf den 27. Mai verwiesen.

Jedoch nicht ganz! Bis jetzt gilt noch die Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus wurde doch noch was zu kleineren Sportanlässen erwähnt.

Die Verordnung 2, Art. 6 & 12 besagt:

Absatz 4
Im Bereich des Sports sind folgende Aktivitäten zulässig, einschliesslich der Nutzung der Hierfür notwendigen Sportanlagen und -betriebe:
...
d) Wettkämpfe unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
1. von Teams, die einer Liga mit überwiegend professionellen Spielbetrieb angehören, oder
2. an denen ausschliesslich Leistungssportlerinnen und -sportler eines nationalen Kader eines nationalen Sportverbands teilnehmen.

...

Art. 12, Abs. 11:
Artikel 6 Absatz 4 Buchstabe d gilt bis zum 31. Juli 2020

(Quelle: Verordnung 2 des Bundsrates vom 29. April 2020)
Verordnung 2 des Bundes

Wie weiter?

Dies würde bedeuten, wenn vom Bundesrat nichts anderes verabschiedet wird, dass für den grössten Teil der Athleten bis Ende Juli keine Wettkämpfe stattfinden könnten.

Der Bundesrat hat jedoch in Aussicht gestellt, am 27. Mai über weitere Lockerungsmassnahmen ab dem 8. Juni zu befinden und über das weitere Vorgehen zu informieren.
Der Vorstand von zürich athletics hofft dabei, dass dann auch das Versammlungsverbot und damit auch wieder Wettkämpfe möglich werden. Wir müssen allerdings genug realistisch bleiben und einsehen, dass das Versammlungsverbot anfangs Juni nicht gleich auf bis zu 1000 Personen erhöht wird. Dies zwingt die Verbände (Swiss Athletics und zürich athletics) sowie die Vereine, sich neue Wettkampfformate zu überlegen.

Stand Swiss Athletics
(Leider) war Swiss Athletics auch für uns vom Kantonalverband nicht viel mehr zu entlocken, als sowieso schon über die offiziellen Kanäle von Swiss Athletics und Swiss Olympic kommuniziert worden ist. Wir haben jedoch erfahren, dass Swiss Athletics an der Ausarbeitung verschiedener Szenarien ist, wie Wettkämpfe bei einer allfälligen Lockerung aussehen könnten.
Ein eigentliches Schutzkonzept für Wettkämpfe ab dem 9. Juni wird es voraussichtlich am 29. Mai  geben – erst dann wird nach der in Aussicht gestellten Information des BR vom 27. Mai bekannt sein, was ab dem 9. Juni effektiv gilt.
 
Dabei gibt es drei wesentliche unbekannte «Grössen»
  1. Wer kann an einem Wettkampf teilnehmen? Wie Pesche ausgeführt hat, steht in der aktuellen Verordnung, dass bis zum 31.07. nur Nationalkaderathleten an Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Wir hoffen, dass die Entwicklung so positiv ist, dass dieser Artikel ab dem 9. Juni aus der Verordnung fliegt.
  2. Wie viele Personen dürfen an einer Veranstaltung teilnehmen? 50, 100, 300, 1000?
  3. Gilt der Mindestabstand von 2m weiterhin und auch im (Breitensport-)Wettkampfbetrieb?
Mein Ziel ist es, bis am kommenden Montag 11. Mai ein kleines Konzept ausgearbeitet zu haben, in dem ich die verschiedenen Wettkampf-Szenarien darstellen werde. Vom Wahrscheinlichsten (=Wettkämpfe nur für Nationalkaderathleten) bis hin zum Unwahrscheinlichsten (=Wettkämpfe für alle bis zu 1000 Personen ohne Mindestabstand). Das erste Ziel wird dann sein, Organisatoren zu finden, die bereit sind, Wettkämpfe des wahrscheinlichsten Szenario zu organisieren (so wie zB Meilen). Dies wird aber noch nicht ein eigentliches Schutzkonzept sein.

(Quelle: Mailverkehr mit Swiss Athletics)
Stellungnahme zürich athletics
Wir als Kantonalverband werden bestrebt sein, an die Szenarien von Swiss Athletics mitzuarbeiten und den kantonalen Wettkampfkalender an die verschiedenen Szenarien anzupassen. Dies mit dem Ziel, möglichst rasch nach dem Bescheid des Bundesrates die Vereine über das weitere Wettkampfgeschehen zu informieren.

Wettkämpfe 2020
Der Vorstand hofft weiterhin, dass sich die Athleten möglichst bald wieder auf dem Wettkampfplatz messen können und ist deshalb bestrebt, dass auch im Juni Wettkämpfe stattfinden.

Zur Zeit haben wir folgende Informationen:

Weiterhin unverändert in Planung sind folgende Wettkämpfe:
  • B-Meeting in Meilen vom 20. Juni
  • OZB Staffelmeisterschaften in Zürich vom 28. Juni
  • Kant. Mehrkampfmeisterschaften in Uster vom 26./27. September
Verschoben oder verändert wurden folgende Anlässe:
  • Mille Gruyere in Regensdorf - NEU: 20. Juni
  • OZB Hammermeisterschaften in St. Gallen - NEU: 04. Juli
  • ZLV Kantonalfinal U12 - U16 in Zürich - NEU: 2 Tage 04./05. Juli
    • Qualifikationsmodus noch nicht bekannt
  • OZB-Championships U18/U20/Aktive in Thalwil - NEU: 29./30. August
  • Swiss Athletics Sprint Kantonalfinal in Zürich vom 23. August - NEU: offener Kantonalfinal
Abgesagt wurden folgende Wettkämpfe
  • Q-Meeting in Winterthur vom 13. Juni
  • Q-Meeting in Affoltern a. A. vom 13. Juni
Offen/keine weiteren Infos haben wir zu folgenden Wettkämpfen:
  • Kantonewettkampf in Freienbach SZ vom 16. August
  • SM U20/U23 in Frauenfeld TG vom 22./23. August
  • UBS Kids Cup Kantonalfinal in Winterthur vom 29. August
  • SM U16/U18 in Lausanne VD vom 05./06. September
  • Swiss Athletics Sprint Schweizerfinal in Interlaken vom 19. September
  • UBS Kids Cup Schweizerfinal im Letzigrund vom 13. September
  • Mille Gruyere Schweizerfinal in Monthey VS vom 26. September

Weil Wettkämpfe in der ersten Wettkampfhälfte in der bisherigen Form wahrscheinlich nicht möglich sein werden, ruft der Verbandsvorstand die Vereine auf, sich Gedanken zu vereinsinternen bzw. Kleinstmeetings zwischen wenigen Vereinen zu machen.
Inwiefern diese Meetings bewilligt werden dürfen und ob diese als SM-Quali gelten können, möchten wir in den kommenden Wochen von Swiss Athletics in Erfahrung bringen.

Auch betreffend den geplanten Wettkämpfe aus den Nachwuchsprojekten bitten wir die Veranstalter noch bis Ende Mai die Entscheidung des Bundesrates abzuwarten.

DV zürich athletics 2020 - Ein hoffentlich einmaliges Ereignis

Die Delegiertenversammlung vom 14. März 2020 musste aufgrund der Coronakrise abgesagt werden. Ein Novum. So etwas hat es in der Geschichte von zürich athletics noch nie gegeben. Dementsprechend musste spontan gehandelt werden. Deshalb wurden die nötigen Traktanden in schriftlicher Form durch die Vertreter der Mitgliedervereine verabschiedet. Wir danken den Vereinen herzlich für euer ausgesprochenes Vertrauen. Alle bestehenden Vorstandsmitglieder wurden für weitere zwei Jahre bestätigt und neu wurde Nora Farrag als Nachfolgerin von Joelle Curti in den Vorstand gewählt.

Allen Traktanden wurde einstimmig oder mit grosser Mehrheit zugestimmt.

Die sonst wichtigen Verabschiedungen und diversen Ehrungen werden zu einem späteren Zeitpunkt gebührend feierlich nachgeholt.

zürich athletics in den sozialen Medien

zürich athletics besitzt seit neuem einen Facebook, Instagram und LinkedIn Profile! Damit hoffen wir alle Mitglieder des Verbandes noch besser zu erreichen.

Facebook Facebook
Instagram Instagram
LinkedIn LinkedIn

Stellenausschreibungen zürich athletics

Wir sind auf der Suche nach Unterstützung für unsere Verbandsarbeit.
Zurzeit sind im Vorstand folgende Stellen vakant, die wir gerne besetzen würden.

Interessierte Personen melden sich bitte bei Ruedi Meier.
Technische/r Leiter/in (Ehrenamtlich)
Leiter/in Kommunikation (Ehrenamtlich)

Jetzt erst recht - Werde Freund/in der Leichtathletik!

Die Coronakrise setzt der Schweizer Sportlandschaft stark zu. Um unsere Aktivitäten auch in den  kommenden Jahren aufrecht erhalten zu können, sind wir jetzt erst recht auf eure Unterstützung angewiesen!

Wir wollen in Zukunft verstärkt weiter in unseren Nachwuchs investieren!
 
Indem wir optimale Trainingsbedingungen zur Verfügung stellen können, möchten wir talentierten Athlet/innen so fördern, dass sie als Erwachsene Teil der nationalen Elite und des Nationalkaders werden können. Dabei möchten wir professionell geführte Stützpunkttrainings qualitativ ausbauen und somit den Zugang zum ganzen Spektrum von leistungssportrelevanten Erfordernissen ermöglichen. Dies beinhaltet unter anderem auch die Unterstützung der Talente bei der Trainingsplanung und den priorisierten Zugang zu medizinischer Betreuung.
 
Wir haben bereits mit den ersten disziplinenspezifischen Angeboten gestartet und möchten diese schrittweise auf das ganze Disziplinen-Spektrum ausweiten.
 
Ihr könnt unsere Nachwuchstalente auf ihrem Weg zum Erfolg unterstützen. Mit einem Jahresbeitrag seid ihr dabei!
 
Als Dankeschön erhaltet ihr folgende exklusiven Präsente:
 
Freunde Gönner Donatoren
ab CHF 50.- ab CHF 100.- ab CHF 500.-
Einladung an jährlichen Apéro Einladung an jährlichen Apéro Einladung an jährlichen Apéro
Auto Wimpel Auto Wimpel Auto Wimpel
  zürich athletics Kalender zürich athletics Kalender
    Einladung an Weltklasse Zürich
 
Es kann auch ein beliebiger Solidaritätsbeitrag mit einer Einzahlung auf unser Verbandskonto geleistet werden:
IBAN CH38 0070 0114 8023 5663 1
(Zürcher Leichtathletik-Verband, Stichwort: Freunde der Leichtathletik)

Die Nachwuchs bedankt sich schon jetzt für die grosszügige Unterstützung!
Jetzt Freund/in der Leichtathletik werden

Das Interview

Im Fokus - Martina Tresch

Martina ist eine der erfolgreichsten Schweizer Langstreckenläuferinnen der letzten Jahre. Zwischen 2009 und 2013 trat sie für das Leichtathletikteam der Kansas State University an und schaffte es zweimal in die Top 10 der amerikanischen Hochschulmeisterschaften. An den U23-Europameisterschaften 2011 in Ostrava belegte sie über 3000 Meter Steeple den fünften Rang mit neuem Schweizer Rekord (9:51,96 min). Weiter weist sie Bestzeiten von 4:22 (1500m), 9:24 (3000m), 16:28 (5000m) und 33:38 (10.000m) auf. Seit Abschluss ihres Studiums und der Rückkehr in die Schweiz ist Martina eher auf den längeren Distanzen anzutreffen und hat 2019 ihr Marathon-Debüt gegeben.
 
Hi Martina, du warst selbst im zürich athletics Kader und hast dann mit einem Sportstipendium an der Kansas State University studiert. Wie ist es dazu gekommen?
 
Martina Tresch: Ich startete 2009 an der U20-Cross-EM in Belgien und wurde danach von den Trainern eines anderen Universitätsteams angeschrieben. Die waren dann aber gar nicht richtig interessiert. Mein Interesse andererseits war nun aber geweckt und so habe mich dann selbst bei einigen Unis beworben. Weil aber meine Zeiten noch zu langsam waren, erhielt ich jedoch von den meisten erst gar keine Antwort. Der einzige Coach, der wirklich Interesse zeigte, war jener von Kansas State. Er offerierte mir einen Platz im Team, jedoch ohne Stipendium. Ich sagte trotzdem zu und als sich meine Leistungen dann stetig steigerten, erhielt ich bereits nach dem ersten Semester ein volles Stipendium. 
 
Du hattest eine äusserst erfolgreiche Zeit während diesen Jahren, sowohl an der Kansas State University wie auch im Schweizer Nati-Dress. Was waren deine Highlights?
 
MT: Definitiv der 5. Rang an der U23-EM in Ostrava über 3000m Steeple und mein Big 12-Titel über 3000m Steeple. Dazu kamen einige Schweizermeister-Titel von 3000m Hindernis bis Halbmarathon.
 
Ausserdem war ich regelmässig in denselben Rennen wie Emma Coburn (Anm.: Weltmeisterin im Steeple von 2017) und bin auch einige Male gegen Jenny Simpson (Anm.: Weltmeisterin über 1500m von 2011) gelaufen. Das ist schon cool, wenn man sagen kann, man war mal im selben Rennen wie die ganz Grossen. 
 
Was waren deine Eindrücke vom Trainingsalltag und vom sportlichen Niveau im College?
 
MT: Der Trainingsalltag war super cool, der Sport hat halt einen ganz anderen Stellenwert in den USA. Die meisten Coaches haben eine gute Ausbildung und nehmen sich viel Zeit für dich. Auch das Training mit dem Team hat mir viel Spass gemacht und war super motivierend für mich. Das Niveau ist halt sehr hoch. Es kann einem am Anfang auch etwas schwerfallen, sich da zurecht zu finden. In der Schweiz war ich an einem schlechten Tag immer noch in den Top 5. Im College war ich an einem guten Tag in den Top 10. 
 
Wie hast du das Leben in den USA sonst so empfunden. Was waren Eindrücke vom College-Alltag?
 
MT: Kansas ist ja in der Mitte des Landes. Die Kultur ist da etwas anders als zum Beispiel in den Grossstädten. Für mich war es aber genau richtig. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt, Amerikaner genauso wie andere internationale Studenten. Ich habe definitiv Freundschaften fürs Leben geschlossen. Wir waren zusammen an Football-Spielen, haben auch mal Party gemacht oder gemütlich einen Sonntag zusammen verbracht. 
 
Was würdest du jungen Athleten raten, die gerne den gleichen Weg gehen würden?
 
MT: Lass dir Zeit, um dich an das Training zu gewöhnen. Es kann eine grosse Umstellung darstellen. Zudem vergleiche dich nicht mit anderen. Ich wollte vor allem am Anfang so viel trainieren wie Teamkolleginnen, welche um einiges schneller waren als ich. Dies hat mir unglücklicherweise einige Verletzungen eingebracht. Es ist dabei wichtig, stets auf den eigenen Körper zu hören.
 
Martina, wir danken dir ganz herzlich für deine spannenden Eindrücke und wünschen dir viel Erfolg für deine Zukunft. Wir sind gespannt wo es dich hinzieht und hoffen, dass wir dich auch weiterhin bei Schweizer Laufwettkämpfen antreffen werden.

Interview: Loris Hutterli

Schwerpunktthema Sportstipendien in den USA

Autor: Loris Hutterli

Ein Studium absolvieren, gleichzeitig Englisch lernen und Leichtathletik auf höchstem Niveau betreiben? Amerikanische Universitäten ermöglichen dies dank Sportstipendien für talentierte Athleten. Die Kombination von Studium und Sport in den USA ist einmalig: Als Teil einer Universitätsmannschaft profitiert man von einem professionellen Umfeld, moderner Infrastruktur und dem täglichen Training im Team. Die Sportstipendien bilden eine grosse finanzielle Unterstützung für ein ansonsten sehr teures Studium in den USA. Dadurch können Studentinnen und Studenten neben einem regulären und international anerkannten Studium auch weiterhin Wettkämpfe auf höchstem Niveau bestreiten und kommen mit einem Bachelor- oder Master-Abschluss und erstklassigen Englischkenntnissen zurück. Die grundsätzlichen akademischen Zulassungsbedingungen sind entweder eine gymnasiale Maturität, Berufsmaturität / Fachmaturität oder ein EFZ-Abschluss.
Bei Erhalt eines Sportstipendiums (athletic scholarship) verpflichtet man sich, für die Hochschulmannschaft der Universität Wettkämpfe zu bestreiten. Die amerikanischen Hochschulmeisterschaften, organisiert durch die Universitätssportverbände NCAA und NAIA, sind Wettkämpfe auf Weltklasse-Niveau und bringen jedes Jahr amerikanische und internationale Weltmeister und Olympiasieger wie zuletzt in Doha unter anderem Donavan Brazier (800m, Texas A&M), Christian Coleman (100m, Tennessee), Grant Holloway (110mH, Florida) oder Dalilah Muhammad (400mH, USC) hervor. Die Leichtathletiksaison (indoor und outdoor), während welcher die Universitätsteams überall in den Vereinigten Staaten gegeneinander antreten, dauert jeweils von Januar bis anfangs Juni. Im Herbst findet zudem die Cross Country Saison für die Mittel- und Langstreckler statt. Während den Semesterferien (Dezember sowie Juni bis August) steht es dem Athleten frei, nach Hause zu reisen und für den Stammklub Wettkämpfe zu bestreiten. So steht zeitlich einem Einsatz an SVM oder SM nichts im Wege und auch ein Einsatz an einer Cross-EM ist ohne Weiteres möglich, sofern Swiss Athletics die Rennen in den USA als Qualiwettkämpfe anerkennt, was in der Vergangenheit der Fall war. Ein Athlet kann während maximal vier Jahren Hochschulsport betreiben. Nach vier Jahren ist die Startberechtigung («eligibility») abgelaufen. Falls eine oder mehrere der vier Saisons aufgrund von Verletzungen verpasst wurden, verlängert sich die «eligibility» um ein Jahr auf maximal deren fünf.

Was suchen College Coaches?

Universitäten haben nur eine limitierte Anzahl Stipendien für Track & Field und Cross Country verfügbar. Die besten Chancen auf ein Stipendium hat, wer dem Team an den verschiedenen Meisterschaften die meisten Punkte einbringen kann.
 
Sprint - Sprinter können oft in mehreren Disziplinen eingesetzt und somit zu Punktelieferanten für das Team werden. Daher sind die Chancen auf Stipendien für Sprinter besonders gross.
Hürden - Hürdensprinter sind meist schon etwas spezialisierter. Wertvoll ist, wer auch in den Staffeln eingesetzt werden kann.
Wurfdisziplinen - Werfer sind oft auf eine Disziplin spezialisiert und müssen daher in dieser absolut top sein, um für Stipendien infrage zu kommen.
Mittel- / Langstrecken - Langstreckenläufer werden insofern bevorzugt, als Stipendien für Cross Country und Leichtathletik kombiniert werden können. Dadurch kann der Athlet die Universität in zwei verschieden gewerteten Sportarten vertreten und ist dadurch umso interessanter.
Sprünge - Auf College-Niveau werden die Springer in der Regel zu Spezialisten. Es ist selten, Stipendiengelder zu erhalten, wenn man nur in einer Disziplin startet, aber nicht unmöglich. Auch hier gilt, wer in mehr als einer Disziplin einsetzbar ist, hat bessere Chancen auf ein Stipendium.
Mehrkampf - Starke Mehrkämpfer, die in mehreren Disziplinen punkten können, sind natürlich gefragt. Jedoch muss erwähnt werden, dass nur eine beschränkte Anzahl Schulen die Möglichkeit hat, einem Top-Mehrkämpfer die perfekten Trainingsvoraussetzungen zu gewährleisten.
 
Nicht alle Schulen verfügen über die maximale Anzahl Stipendien für Leichtathletik und bieten alle Disziplinen an. Dank unseren eigenen Erfahrungen und den guten persönlichen Kontakten können wir jedoch schnell herausfinden, wo und für welche Disziplinen das beste Trainingsumfeld geschaffen wird.

Trainingsalltag und Wettkämpfe

Trainingsalltag und Wettkampfplanung sind natürlich stark von der Philosophie des jeweiligen Trainers abhängig. Daher relativiert sich auch das Klischee, dass Leichtathleten in den USA übertrainiert werden, da dies von Uni zu Uni unterschiedlich ist. Wichtig ist, die Trainingsphilosophie und -umfänge in den Vorgesprächen mit den Trainern zu besprechen, bevor man sich für eine Uni entscheidet. Tatsache ist aber, dass das Training einen grossen Teil des Alltags einnimmt und nahezu professionelle Ausmasse erreicht. Als Beispiel soll der Wochenplan unten dienen (23-jähriger Athlet im 4. Uni Jahr). Die Trainingsaufwendungen im ersten Jahr waren noch deutlich geringer und wurden kontinuierlich aufgebaut. Dabei gilt es noch anzumerken, dass Stipendien jeweils für ein Jahr und nicht für die volle Studiendauer vergeben werden. Für den Athleten ist dies insofern von Vorteil, als er sich nicht für 4 Jahre verpflichten muss und bei Bedarf die Uni wechseln oder in die Schweiz zurückkehren kann. Dies heisst aber gleichzeitig auch, dass, falls die Leistungen oder der Einsatz nicht stimmen, das Stipendium nicht immer verlängert wird. Grundsätzlich haben die Coaches aber kein Interesse daran, jedes Jahr neue Athleten zu verpflichten, sondern bauen diese lieber über mehrere Jahre auf.
 
Beispiel Wochenplan Loris Hutterli (Georgia State University) 2010.
Wochentotal: 120 km
 
  Mo Di Mi Do Fr Sa So
08:00 T: 30’ Uni T: 30’ Uni Uni    
09:00 Uni Uni Uni Uni Uni Lernen T: 90’
14:00 T: 50’ T: Intervall T: 50’ T: 70’ T oder WV W oder T Physio
18:00 Uni T: Kraft Uni T: Kraft Physio   Lernen
 
T = Training, Uni = Vorlesung, W = Wettkampf, WV = Wettkampfvorbereitung
 
Beispiele anderer Zürcher Athletinnen im College: Martina Tresch (TVU), die von 2009 bis 2013 an der Kansas State University aktiv war und während dieser Zeit auch Schweizerrekord im Steeple lief (mehr zu Martina’s Erfahrungen lesen Sie im Kurzinterview unten) sowie die Sprinterin Lynn Mantingh (LCZ), die seit August 2019 an der Baylor University in Texas studiert.

Trainingsalltag und Wettkämpfe

Ich, selbst ehemaliger Junioren-Schweizermeister im Cross und auf der Bahn, habe grossartige Erfahrungen in den Vereinigten Staaten machen können und möchte diese nun gerne weitergeben. Aus diesem Grund habe wir, zusammen mit anderen Schweizer Sportlern aus Tennis und Fussball, die Sportagentur UNISPORTS recruiting gegründet. Das Ziel von UNISPORTS ist es, mit Schweizer Verbänden, Sportschulen und Clubs zusammen zu arbeiten und jungen Sportlerinnen / Sportlern Informationen zur Möglichkeit von Sportstipendien bereitzustellen. Deshalb arbeiten wir auch mit Zurich Athletics zusammen, um interessierten Athleten und Trainern bei Fragen und Anliegen zur Seite zu stehen. Wir stehen für einen unverbindlichen und kostenlosen Austausch gerne zur Verfügung. Wenn sich ein Athlet nach dem initialen Informationsfluss für ein Sportstipendium interessiert und Support beim leider recht aufwendigen und langwierigen Bewerbungsprozess benötigt, dann unterstützen wir ihn natürlich gerne dabei. Je nach Serviceleistung bieten wir dann verschiedene kostenpflichtige Dienstleistungen an. Namentlich suchen wir in einem ersten Schritt Universitäten mit verfügbaren Stipendien aus, kontaktieren die Trainer und erarbeiten die optimalen Möglichkeiten, basierend auf persönlichen und sportlichen Faktoren, wie zum Beispiel den Trainingsmethoden und -philosophien. Ist eine passende Option gefunden worden, müssen die Aufnahmekriterien wie Eintrittsprüfungen für die Universitäten absolviert, aber auch die Startberechtigungen für die Hochschulmeisterschaften eingeholt werden. Der Athlet profitiert dabei nicht nur von unserem Netzwerk in den Vereinigten Staaten und unseren Erfahrungen, welche uns ermöglichen, mehr Stipendiengelder auszuhandeln, sondern spart vor allem auch kostbare Zeit, die besser für Training und Schule genutzt werden können.
Da der Prozess ziemlich aufwendig und zeitraubend sein kann, raten wir, wenn möglich, bereits eineinhalb bis spätestens ein Jahr vor dem potentiellen Studienbeginn damit anzufangen. Der Beginn des Studiums ist sowohl im August (Herbstsemester) wie auch im Januar (Frühlingssemester) möglich.
Falls die Möglichkeit eines Sportstipendiums für Sie interessant klingt, dann setzen Sie sich frühzeitig mit UNISPORTS in Verbindung. Sie können das Team von UNISPORTS unter folgender E-Mail-Adresse erreichen:
loris@unisportsrecruiting.com
 
Weitere Informationen und Kontakte finden Sie auf der Website von UNISPORTS:
 
Website UNISPORTS

Resultate

Mehrkampf Hallen SM, 1./2. Februar 2020, Magglingen

U20M  1   Fabian Amherd LC Turicum 5059 P.
MEN 2   Pascal Magyar LC Zürich 5244 P.

Hallen SM Aktive, 15./16. Februar 2020, St. Gallen

MEN Stab 1 Dominik Alberto LC Zürich 5.40
MEN Stab 2 Adrian Kübler LV Winterthur 5.00
MEN Stab 3 Patrick Schütz LV Winterthur 4.90
MEN Kugel 3 Urs Hutmacher LV Winterthur 14.86
MEN 200m 1 William Reais LC Zürich 21.15
MEN 1500m 1 Tom Elmer LC Zürich 3:48.55
MEN 400m 1 Ricky Petrucciani LC Zürich 47.23
MEN 400m 3 Sales Inglin LC Zürich 48.10
WOM 200m 1 Cornelia Halbheer LV Winterthur 24.11
WOM 60mH 2 Daniela Kyburz LAC TV Unterstrass 8.46
WOM 60mH 3 Kim Flattich LC Zürich 8.47
WOM 400m 2 Silke Lemmens LC Zürich 54.68
WOM Stab 1 Angelica Moser LC Zürich 4.50
WOM Drei 2 Barbara Leuthard LC Zürich 12.66

Nachwuchs Hallen SM, 22./23. Februar 2020, Magglingen

U20M Hoch 1 Jan Mitsche LAC TV Unterstrass 1.97
U20M Kugel 2 Fabian Amherd LC Turicum 14.59
U20M Kugel 3 Oliver Heck LAC TV Unterstrass 14.16
U20M Stab 2 Simon Schenk TV Thalwil 4.80
U20M 60mH 1 Jan Mitsche LAC TV Unterstrass 8.10
U20M 60mH 2 Nahom Yirga LC Zürich 8.11
U20M 200m 1 Simon Graf LC Zürich 21.72
U20M 400m 3 Yann Billeter LC Zürich 51.80
           
U20W 60m 1 Natacha Kuoni LC Zürich 7.51
U20W Weit 3 Elizabeth Tabeson LC Zürich 5.81
U20W 60mH 2 Lia Mordasini LG Küsnacht-Erlenbach 8.82
U20W 200m 3 Catia Gubelmann LAC TV Unterstrass 25.11
U20W 1000m 1 Lea Ammann TV Thalwil 2:51.07
U20W Stab 2 Lea Baltiswiler TV Thalwil 3.30
U20W Drei 1 Elizabeth Tabeson LC Zürich 12.13
           
U18W Kugel 2 Anna Huber LG Küsnacht-Erlenbach 14.05
U18W Hoch 3 Angela Diggelmann LV Winterthur 1.66
U18W 200m 3 Seraina Joho LC Zürich 25.57
U18W 1000m 2 Alisha Rüegger LC Zürich 2:55.85
U18W Drei 2 Sarah Bickel LC Regensdorf 11.53
           
U16W 60mH 1 Dafina Zuka LC Zürich 8.96
U16W 60mH 3 Livia Fuchs LG Küsnacht-Erlenbach 9.24
U16W 1000m 1 Trinity Eberhard LC Regensdorf 3:00.45
U16W 1000m 3 Natalia Issler LC Zürich 3:02.19
U16W Hoch 1 Stella Kapp LG Küsnacht-Erlenbach 1.64
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