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Newsletter 2/2018

Der vom 23.09.2018 versendete Newsletter.

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Newsletter 2/2018 vom 23.09.2018
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Liebe Leichtathletikfreunde

Eine reichhaltige Saison mit vielen tollen Ergebnissen geht zu Ende. Vor allem freute uns ausserordentlich, wie viele Athletinnen und Athleten uns an den internationalen Meisterschaften der Aktiven, aber auch der Nachwuchskategorien vertreten haben. An der Spitze der herausragenden Ergebnisse stehen die beiden tollen Silbermedaillen von Fabienne Schlumpf und Tadesse Abraham.
Aber auch an den Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften durften sehr viele Medaillengewinne verzeichnet werden, erfreulicherweise auch wieder vermehrt von Jungs, welche den erfolgreichen Mädels der letzten Jahre nacheifern wollen.
Die tollen Ergebnisse spornen uns an, mit den im letzten Newsletter erwähnten Projekten voranzuschreiten, um die Leichtathletik im Kanton Zürich weiter voranzubringen.
Wir wünschen euch ein gutes Saisonende, eine erholsame Trainingspause und einen frischen Start ins Wintertraining!
Nicht vergessen!
 
Verbandsabend am
Montag, 29. Oktober 2018

Ort:
Sportanlage Tüfi
Theorieraum
Tüfistrasse 16
8134 Adliswil

Programm:
18.00 Eintreffen, kleine Verpflegung
18.45 Beginn

Die Einladung wurde an die Vereine verschickt.

 
Nebenbei:
Um den Newsletter nicht zu lange werden zu lassen, wird auf einige bereits stattgefundene Events (Staffel- und Team-SM, Finals der Nachwuchsprojekte) in der nächsten Ausgabe anfangs Oktober eingegangen.

Das Interview

Name

Abassia Rahmani

Geburtstag
2. Juli 1992

Beruf
Gelernte Kauffrau (KV), bis August 2018 70% gearbeitet,
neu  Profisportlerin

Hobbies (ausser LA)
Bewegung allgemein, Snowboard, Musik, Lesen, mit
Kollegen zusammen sein

Club
LV Winterthur

Grösste Erfolge
4. Paralympics 2016 in Rio über 200m Kategorie T62 (an beiden Unterschenkeln Prothesen)
1. Europameisterschaft 2018 in Berlin über 200m
 
persönliche Bestleistungen
100m        13.47
200m        27.84

 
Abassia, du hast bei den Europameisterschaften in Berlin die 200m gewonnen, warst aber scheinbar nicht ganz zufrieden?
Natürlich ist eine Goldmedaille etwas Gutes für die Reputation. Aber durch viele Kategorienänderungen des Verbandes wurde die Konkurrenz ausgedünnt. Das war nicht so aufbauend. Zusätzlich hatte ich eigentlich eine Adduktoren-Zerrung und konnte dadurch nicht meine volle Leistung abrufen. Ich wollte natürlich trotzdem laufen, was mir nicht wirklich gut bekam!
Mein eigentliches persönliches Highlight in diesem Jahr war ein Meeting in Langenthal, wo ich meine Serie mit einer PB gegen „Zweibeiner“ gewinnen konnte.

Was bedeutet Erfolg für dich?
Wenn ich auf ein Ziel hart arbeite und dieses dann erreiche.

Das klingt schön. Bringt einem Erfolg nicht auch ein gutes Renommée?
Mir ist es wichtiger, für mich mein Ziel zu erreichen. Ich musste erst lernen, bis zu einem gewissen Grad in der Öffentlichkeit zu stehen, das mochte ich eigentlich nicht so sehr. Dass ich andere durch mein Beispiel motivieren kann, freut mich aber natürlich!

Was würdest du als grösste Stärke und Schwäche bezeichnen?
Stärke: Harter Kopf (bis zur Sturheit), Ehrgeiz
Schwäche: Mein Perfektionismus, der kann für mich manchmal schwierig sein, ich denke manchmal zu viel und muss lernen, den Kopf abzustellen, der kann vor allem beim Sprinten schon „im Weg sein“!

Was möchtest du im Sport noch erreichen?
Zuerst meine Zeiten von Langenthal wieder erreichen, dann z.B. 100m unter 13 Sekunden laufen.
Längerfristig gesehen eine paralympische Medaille! Ich hoffe, das schaffe ich in Tokio! Aber auch die WM in Dubai im November nächstes Jahr und Paris 2024 sind tolle Ziele! Ich habe grosse Freude am Ganzen und werde noch eine Weile dabeibleiben.

Wer ermöglicht dir, professionell Sport zu treiben?
PluSport, Sporthilfe, LV Winterthur, Sport Heart (unterstützen Sportler in Randsportarten)
Persönlicher Sponsor: Salto Systems
Gönner/Materialausrüster: Össur (Prothesenhersteller) Kirchhoff Mobility (Fahrzeugumrüster)

Das ist ja beeindruckend!
Ich hätte es zu Beginn gar nicht für möglich gehalten, vom Sport leben zu können, umso mehr freut es mich, dass ich diesen Schritt jetzt wagen konnte. Noch ist es eher knapp, um als Profisportlerin bestehen zu können, ich suche noch einen Hauptsponsor … (lächelt)

Was willst du nun im Training noch zusätzlich tun?
Ich werde zuallererst die Zeit nutzen, um den Regenerationsmassnahmen massiv mehr Aufmerksamkeit zu schenken, dann die Kraft deutlich ausbauen. Das bedingt auch viel Feinarbeit bei der Stabilisation. Ich kann nun auch meine Ernährung optimieren.
Mein Umfeld wird in Zukunft auch optimal sein. Ich wohne 5 Minuten vom Deutweg entfernt, Georg Pfarrwaller ist neu Nationaltrainer bei Plusport und kann sich daher noch besser um mich kümmern.

Wie wichtig ist eine Gruppe im Training für dich?
Ich trainiere sehr gerne in der Gruppe, vor allem auf der Bahn und bei längeren Läufen, ich werde in Zukunft am Morgen allein trainieren und am Abend mit der Gruppe.

Wie kamst du zum Sprint?
Ich war früh schon in der Mädchenriege Wila und habe mit Freude Sprint und Sprung gemacht, da ich auch recht talentiert dafür war.
Nach der Blutvergiftung und der Amputation meiner beiden Unterschenkel habe ich mich zuerst auf die Lehre konzentriert. Ich wollte von Sport und Öffentlichkeit gar nichts mehr wissen.

Wie kamst du zurück?
Ich sah einmal einen Flyer über einen Paralympics-Teilnehmer, der von einem Prothesenhersteller gesponsert wird, er tourt in der ganzen Welt und an speziellen Events kann man die Sprint-Prothesen ausprobieren.
Das hat mich dann doch interessiert und ich ging zu einem solchen Event in Luzern. Das Gefühl auf Federn war neu und so beflügelnd! Die Aussicht auf Wettkämpfe, international zu reisen, da hat es mich doch wieder gepackt.

Also nichts wie los?
So schnell ging es nicht, ich musste sparen, um die Prothesen finanzieren zu können und es brauchte viel Training, bis es funktionierte, anfangs waren nur 10 Minuten Sprinten möglich!

Gibt es diese Promotion-Events noch?
Ja, demnächst wieder in Luzern. Ich gehe immer wieder an diese Events, da ich helfen kann, Newcomers Mut zu machen.

Was wünschst du dir für deine Sportart?
Schön wäre eine Inklusion an den grossen Events der „Zweibeiner“. Wir können zwar schon an vielen Orten starten, aber an Schweizer Meisterschaften oder internationalen Meetings in der Schweiz leider noch nicht. Es wäre wichtig für uns, schon vor einer EM oder WM einmal vor einem grossen Publikum laufen zu können, auch wenn es ein Einlagerennen oder ein Start ausser Konkurrenz sein sollte.

Wie sieht die weitere Zukunft aus?
Ich werde ab Januar die Berufsmaturität nachholen, anschliessend möchte ich Sport-Management studieren.

Kannst du dir auch vorstellen, Trainerin zu werden?
(lacht) Das lass ich mal noch offen, aber sicher bleibe ich mit dem Sport verbunden.
 
Abassia, wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir für alle deine Ziele viel Glück!

Interview: Ruedi Meier

Wir gratulieren!

EM, 6. bis 12. August in Berlin

2 mal Silber für Zürcher Athleten! Wir jubeln mit euch!
So viele Teilnehmer aus unserm Verband wie noch nie!

 

Fabienne Schlumpf

2. Rang
3000m Steeple
9:22,27

TG Hütten
Tadesse Abraham

2. Rang
Marathon
2:11:24

LC Uster
Robine Schürmann

400mH Halbfinal
55.89

LC Zürich
Cornelia Halbheer

200m Halbfinal
23.98

LV Winterthur
An der Rekordzahl der Zürcher Teilnehmer beteiligt waren auch
  • Angelica Moser (Stab, LCZ)
  • Chiara Scherrer (3000mSt., TG Hütten)
  • Joel Burgunder (400m und 4x 400m, LCZ)
  • Dany Brand (400mH, LCZ)
  • Jonas Raess (5000m, LC Regensdorf)
  • Christian Kreienbühl (Marathon,TV Oerlikon)
  • Geronimo von Wartburg (Marathon, LVW)
  • Benjamin Gföhler (Weit, LCZ)
  • Dominik Alberto (Stab, LCZ)
  • Suganthan Somasundaram (4x100m, LCZ)
  • Jonas Gehrig (4x400m, LCZ)
EM Para-Leichtathletik in Berlin



Abassia Rahmani gewinnt Gold, Philipp Handler Bronze, beide über 200m!
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